Logopädie


Logopädie (von altgriechisch λόγος lógos, „Sprechen“ sowie παιδεύειν paideuein, „erziehen“; wörtlich also „Sprecherziehung“) [...] bezeichnet die medizinisch-therapeutische Fachdisziplin, die den durch eine Sprach-, Sprech-, Stimm-, Schluck- oder Hörbeeinträchtigung in seiner zwischenmenschlichen Kommunikationsfähigkeit eingeschränkten Menschen zum Gegenstand hat. Die Logopädie beschäftigt sich in Theorie und Praxis mit Prävention, Beratung, Diagnostik, Therapie und Rehabilitation, Lehre und Forschung auf den Gebieten der Stimme, Stimmstörungen und Stimmtherapie, des Sprechens, Sprechstörung und Sprechtherapie, der Sprache, Sprachstörung und Sprachtherapie sowie des Schluckens, Schluckstörung und Schlucktherapie (Quelle: Wikipedia).


Wir decken folgende Behandlungsbereiche ab:

Unsere Schwerpunkte der Logopädie sind Maßnahmen bei Sprach- und Sprechstörungen sowie die Therapie von Schluckstörungen nach neurologischen Erkrankungen und Geschehen.

Dysphagie/Aphagie (Schluckstörung)

Definition:

„Eine Dysphagie oder Schluckstörung tritt auf, wenn eine der am Schluckakt beteiligten Strukturen in ihrer Funktion bzw. deren Zusammenwirken beeinträchtigt ist. Somit können alle Erkrankungen und Leiden im Bereich der Mundhöhle und ihrer Begrenzungen, des Rachens, der Speiseröhre und des Mageneingangs, daneben vor allem auch neurologische Probleme sowie psychische Störungen eine ursächliche Rolle spielen.“ (Wikipedia)

Ein beeinträchtigter Schluckakt birgt dabei die Gefahr, sich an Nahrung und Flüssigkeit (oder am eigenen Speichel) zu “verschlucken” und dass Nahrung in die Lunge gelangt. Dies nennt man „Aspiration“ und kann zur Lungenentzündung, schlimmstenfalls zum Tod führen.

Alle Nahrungskonsistenzen können ein Problem darstellen (Flüssigkeiten oder feste Kost), daher richten sich die notwendigen Maßnahmen und die Art der Therapie nach dem Ergebnis einer genauen Diagnostik.

Therapieangebot:

* Schluckdiagnostik klinischer Befund (Schluckprobe mit Logopädin)
* Begleitung wenn empfohlen zu diagnostischen Maßnahmen (Schluckaktröntgen oder Endoskopie)
* Manuelle Maßnahmen (Orofaziale Regulationstherapie nach C. Morales und J. Brondo)
* Aktive Übungen zwecks Kräftigung der am Schlucken beteiligten Muskulatur
* Erarbeiten evtl. notwendiger Schlucktechniken
* Beratung bzgl. Nahrungskonsistenz um pulmonale Komplikationen zu vermeiden
* Schulung Pflegepersonal

Dysphasie/Aphasie (Sprachstörungen)

Definition:

„Eine Aphasie (griechisch ἀφασία aphasía ‚Sprachlosigkeit‘) ist eine erworbene Störung der Sprache aufgrund einer Läsion (Schädigung) in der dominanten, meist der linken, Hemisphäre des Gehirns. Aphasien treten nach verschiedenen Erkrankungen (Schlaganfall, Schädelhirntrauma, Gehirnblutung nach Venenthrombose, Tumoren, entzündlichen Erkrankungen, Intoxikation) nach abgeschlossenem Spracherwerb auf. Sie verursachen Beeinträchtigungen in den einzelnen sprachlichen Modalitäten (Sprechen, Verstehen, Schreiben und Lesen), aber auch in nichtsprachlichen Bereichen in unterschiedlichen Schweregraden.“ (Wikipedia)

Eine ausführliche Diagnostik aller sprachlichen Teilleistungen ist hier gefragt um eine gezielte Therapie beginnen zu können.

Therapieangebot:

Je nach Symptomen können in der logopädischen Therapie folgende Maßnahmen angeboten werden: (1)

* Diagnostik aller Teilleistungen
* Aufbau Wortschatz
* Förderung des Sprachverständnis
* Schriftsprache (Lesen, Lesesinnverständnis, Schreiben)
* Syntax (Satzbau), Grammatik
* Semantik (Bedeutung von „Zeichen“, in diesem Fall von Wörtern, Aussagen usw.)
* Phonetik (Lautliche Therapie, Wiedererlernen von Lauten, Silben…; Aussprache)
* Dialogförderung mit geeignetem Bildmaterial und Dialogspielen
* Begleitung bzgl. alternativer Kommunikationsmethoden wenn kein Wiederaufbau verbaler Kompetenzen möglich sind (Computerunterstützte Methoden, Bildmaterial, Schriftsprache etc.)
* Angehörigenberatung
* Kommunikationstraining in der Gruppe (2)

(1) angeführtes Angebot bzw. Therapieerfolg richtet sich nach dem Störungsbild und dem Schweregrad der Sprachstörung!
(2) ein Kommunikationsgruppe kommt dann zustande, wenn Menschen mit gleichen/ähnlichen Symptomen an einem Dialogtraining interessiert sind.

Dysarthrie/Anarthrie (Sprechstörungen)

Definition:

„Dysarthrie ist ein Sammelbegriff für verschiedene Störungen des Sprechens, die durch erworbene Schädigungen des Gehirns bzw. der Hirnnerven und der peripheren Gesichtsnerven verursacht werden. Es können dabei sowohl die Steuerung, als auch die Ausführung der Sprechbewegungen eingeschränkt sein. Dadurch kann die Artikulation von Lauten verformt bis unverständlich verwaschen klingen. Bei der schwersten Störungsform, der Anarthrie, kann eine völlige Unfähigkeit bestehen, Sprechbewegungen auszuführen (…). Bei der Dysarthrie sind die am Sprechvorgang beteiligten Muskeln und Organe als solche intakt, ebenso wie das sprachliche Wissen. Gestört ist lediglich die motorische Innervation der Sprechmuskulatur. Die dabei betroffenen Funktionen sind die der Artikulationsorgane (Lippen, Zunge, Kiefer, Gaumensegel), die Atmung und der Kehlkopf.“ (Wikipedia)

Therapieangebot:

Je nach Symptomen können in der logopädischen Therapie folgende Maßnahmen angeboten werden: (1)

* Diagnostik
* Atemübungen (manuell, selbst durchführbare Übungen, Wahrnehmungstraining oder PEP Atemtherapie)
* Artikulationsübungen (Laute, Silben, Worte, Sätze)
* Dialogtraining, Angehörigenberatung
* Kommunikationstraining in der Gruppe (2)

(1) angeführtes Angebot bzw. Therapieerfolg richtet sich nach dem Störungsbild und dem Schweregrad der Sprechstörung.
(2) ein Kommunikationsgruppe kommt dann zustande, wenn Menschen mit gleichen/ ähnlichen Symptomen an einem Dialogtraining interessiert sind.

Sprechapraxie (Bewegungsplanung Sprechen)

Definition:

Die Sprechapraxie ist eine Störung der Bewegungsinitiierung (Programmieren von Artikulationsstellungen und „Start“) und AUSFÜHRUNG der für das Sprechen notwendigen Bewegungsabläufe (Artikulationsstellung Zunge, Kiefer, Lippen etc.) Oft tritt die Sprechapraxie gemeinsam mit einer SPRACHstörung, meistens der „motorischen Aphasie“ auf.

Therapieangebot:

Je nach Symptomen können in der logopädischen Therapie folgende Maßnahmen angeboten werden: (1)

* Diagnostik (Differenzierung Sprachstörung/ Sprechapraxie)
* Erarbeiten von Artikulationsstellungen und Luftstromlenkung (Laute, Silben, Wörter, Sätze wenn möglich)
* Dialogförderung mit geeignetem Bildmaterial und Dialogspielen,
* Begleitung bzgl. alternativer Kommunikationsmethoden wenn kein Wiederaufbau verbaler Kompetenzen möglich sind (Computerunterstützte Methoden, Bildmaterial, Schriftsprache etc.)
* Kommunikationstraining in der Gruppe (2)

(1) angeführtes Angebot bzw. Therapieerfolg richtet sich nach dem Störungsbild und dem Schweregrad der Sprachstörung!

(2) ein Kommunikationsgruppe kommt dann zustande, wenn Menschen mit gleichen/ ähnlichen Symptomen an einem Dialogtraining interessiert sind.

Fazialisparese (Gesichtslähmungen)

Definition:

„Unter einer Fazialislähmung oder Fazialisparese (Gesichtslähmung) versteht man eine Funktionsstörung des Nervus facialis (VII. Hirnnerv) mit Lähmung vor allem der mimischen Gesichtsmuskulatur sowie der anderen von diesem Nerv versorgten Muskeln und Drüsen. Nicht betroffen von der Lähmung ist die Kaumuskulatur, da sie vom Nervus trigeminus versorgt wird. Eine Fazialisparese tritt meist einseitig auf. Herkömmlich wird die Gesichtslähmung vom peripheren Typ („periphere Fazialisparese“) von der Gesichtslähmung vom zentralen Typ („zentrale faziale Parese“) unterschieden.“ (Wikipedia)

Therapieangebot Logopädie:

* Diagnostik
* Manuelle Therapie (Orofaziale Regulationstherapie nach C. Morales und J. Brondo) (Gesichtsmassage)
* Thermische Stimulation
* Aktive myofunktionelle Übungen zur Kräftigung der Muskulatur sobald wieder Muskelaktivität da ist
* Präventive Maßnahmen zur Vorbeugung von kompensatorischer zu hoher Spannung der nicht betroffenen Gesichtshälfte
* wenn erforderlich artikulatorische Übungen

Apallisches Syndrom (Wachkoma)

Definition:

„Das apallische Syndrom ist ein Krankheitsbild in der Neurologie, das durch schwerste Schädigung des Gehirns hervorgerufen wird. Dabei kommt es zu einem funktionellen Ausfall der gesamten Großhirnfunktion oder größerer Teile, während Funktionen von Zwischenhirn, Hirnstamm und Rückenmark erhalten bleiben. Dadurch wirken die Betroffenen wach, haben aber aller Wahrscheinlichkeit nach kein Bewusstsein und nur sehr begrenzte Möglichkeiten der Kommunikation (z. B. durch Konzepte wie die Basale Stimulation) mit ihrer Umwelt.“ (Wikipedia)

Therapieangebot Logopädie:

* Basale Stimulation, Wahrnehmungsförderung
* Schluckdiagnostik
* Förderung orofazialer Funktionen um die Qualität der Schluckfunktion zu verbessern um Speichelaspiration (1) zu vermeiden (manuelle Therapie)
* Atemtherapie (passiv, Lungenmobilisation)
* wenn möglich Diagnostik von kommunikativen Ressourcen, Förderung nonverbaler Kommunikation
* Angehörigenberatung., Schulung Pflegepersonal

(1) Wenn Speichel durch eine gestörte Schluckfunktion in die Lunge gerät kann es zu Lungenentzündungen kommen!


Zusatzangebote für Angehörige:

* Beratung bzgl. Umgang mit Dysphagie für Angehörige/Betroffene
* Beratung für Angehörige von Aphasikern
* Fortbildung bzgl. Umgang mit Dysphagie für Pflege- und Fachpersonen (ab 5 Personen)
* Kommunikationsgruppe für Aphasiker (Abh. Von Art und Schweregrad der Sprachstörung) (mind. 2, max. 4 Personen)


Vorträge:

Auf Anfrage bieten wir Vorträge für Fachpersonal und Pflegepersonal an- Schwerpunkt Umgang mit Betroffenen mit Dysphagie und Aphasie im Alltag von Pflegeeinrichtungen.
Weiters bieten wir Beratung für Angehörige von sprachlich beeinträchtigten Menschen.


Preise

Logopädie á 30 Minuten: 40 €

Logopädie á 45 Minuten: 60 €

Logopädie á 60 Minuten: 80 €

Diagnostik á 30 Minuten: 36 €

Hausbesuch: 20 €

Vorträge, Beratungsgespräche: Preis auf Anfrage

Kontakt Gratwein-Straßengel

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